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GRUB/GRUB Diskette PDF 
Geschrieben von Linuxsys   
GRUB steht für GRandUnifiedBootloader, er ist bei vielen Distributionen mittlerweile zum Standard geworden. Ich stelle hier die allgemeine Konfiguration vor sowie eine Diskette für den Notfall oder aber zum einfachen Rumprobieren.

1) Allgemeines

Erstellt euch eine Grub Diskette:
Downloaden und entpacken, anschliessend mit rawwritewin die Datei grubdisk.img auf Diskette schreiben. Die Datei menu.lst im Verzeichnis boot/grub ist die Konfigurationsdatei.
Es kann aber auch eine Datei von einer bisherigen Linux Distribution genommen werden:
"cp /boot/grub/menu.lst /home/(Username)/Desktop"
Mit diesem Konsolenbefehl kopiert ihr die Konfiguration der Distribution auf euren Desktop um sie dann zu verändern und anschliessend auf Diskette zu speichern.

Man sollte keine Backslashs in der Konfiguration verwenden!
Splashimages für den Bootloader sollten ebenfalls im /boot/grub Verzeichnis landen!

2) Standardoptionen

  • Durch die Option "default" wird angegeben welcher Eintrag nach dem Timeout gebootet wird: Es wird von 0 gezählt. "default 0" ist also der erste Eintrag usw.
  • Zeit bis zum Booten wird durch die Option "timeout" gesetzt. "timeout 30" setzt die Zeit bis zum Booten zum Beispiel auf 30 Sekunden .
  • Passwort per md5: Konsole: "grub-md5-crypt Passwort", den gesamten Output dann in Grub in einer neuen Zeile nach "password -md5" setzen



3) Grub verschönern
    Folgende Farben kann man  in Grub setzen:

    • black blue green cyan red magenta brown light-gray


    Diese Farben können als Vordergrund definiert werden:

    • dark-grey light-blue light-green light-cyan light-red light-magenta yellow -white


    Der gesamte Befehl mit allen Prefixen sieht so aus:

    • color Vordergrund/Hintergrund Aktiver-Vordergrund/Aktiver-Hintergrund            (Aktiv: Der Eintrag der im Moment markiert ist)



    Um Texte blinken zu lassen, nutzt man blink-, zum Beispiel:

    • color yellow/blue blink-red/black


    Gelb: Vordergrund, Blau: Hintergrund, blink-red: Markiertes rot blinken lassen, Schwarz: Markierter Hintergrund.

    Man kann ein Hintergrund Bild definieren für Grub, dazu braucht man eine Bild Datei im .xpm Format, die anschließend gzippt werden muss.

    Wenn man zum Beispiel den Banner von winhilfe hat, dann würde es so aussehen:

    Datei: winhilfe.xpm, Verzeichnis: /home/admin
    • Konsolenbefehl: "cd /home/admin; convert -size 640x480 winhilfe.jpg -resize 640x480 -colors 15 winhilfe.xpm; gzip winhilfe.xpm"



    Diese Datei packen wir dann in das Vezeichnis /boot/grub:

    • "cp winhilfe.xpm /boot/grub"


    Dann sieht der Eintrag, wenn linux auf (hd0,1) liegt so aus:

    • splashimage (hd0,1)/boot/grub/winhilfe.xpm.gz


    Es ist sehr wichtig, dass das Bild konvertiert wird und anschliessend gezippt, es muss ein 640x480 großes XPM mit 14 Farben sein!

    Es scheint GRUB Versionen zu geben, die splashimages nicht unterstützen(siehe hier).

    3) Einträge erstellen

    Informationen:
    • Der Kernel ist das Grundsystem von einem Unix/Linux/BSD System, er enthält alle Treiber usw.
    • Eine Initrd (InitialRamdisk) wird genutzt um den Kernel weitestgehend zu modularisieren, falls eine vorhanden ist, sollte sie genutzt werden, da ansonsten das System vielleicht nicht bootet.




    Festplattenbezeichnung:

    • hd --> Festplatte IDE, sc --> Festplatte SCSI, danach folgt eine Ziffer:
    • 0,X --> Primäre Platte 1,X --> Sekundäre Platte
    • X ist dabei eine Ziffer, die entweder von 0-4 eine primäre Partition oder aber von 5-10 eine logische Partition ist.
    • Das ganze in Klammern gesetzt ergibt dann in GRUB eine Festplattenbezeichnung: (hd0,0) oder (hd0,1)





    Um herauszufinden auf welcher Partition Linux liegt, kann man folgendes in einer Konsole eingeben:



    • "cat /boot/grub/menu.lst | grep "root" " (root muss in "" stehen!)



    Linux Eintrag:

    Der Kernel und die initrd liegen meistens im Verzeichnis "/boot", dass man sich per Konqueror/Nautilus oder in einer Konsole durch "ls -color /boot" anzeigen lassen kann.
    vmlinuz* ist normalerweise Kernel, initrd* eine initrd, daraufhin folgt normalerweise eine Versionsnummer.

    Man schreibt sich jetzt am besten den relativen Pfad auf, zum Beispiel: /boot/vmlinuz

    Dann erstellt man einen Eintrag in Grub:

    • title Linux (Eintrag heisst Linux)


    • root (hd0,1) (Die Linux Partition)


    • kernel /boot/vmlinuz root=/dev/hda2 ro (Die Kernelangabe, liegt der Kernel auf einer anderen Partition so gibt man es wie folgt an: kernel (hd0,5)/boot/vmlinuz )
    • initrd /boot/initrd.img (Die gefundene initrd)



    • boot (Notwendig, da sonst Grub den Eintrag nicht bootet)



    Die Optionen hinter, zum Beispiel: kernel /boot/vmlinuz, sind folgende:

    • root=/dev/hda2 (Die Linux Systempartition im Linux Geräte Format, folgendes in der Konsole eingeben um herauszufinden welches das ist: "cat /etc/fstab | grep "/"" [Das / muss in ""!]
    • ro (Read Only, sollte, wenn eine initrd genutzt wird, gesetzt sein)


    • single (Hiermit wird das System minimal gestartet, um zum Beispiel ein verlorenes root Passwort zurückzusetzen)

    Windows Eintrag erstellen:


    • title Windows (Titel: Windows)


    • rootnoverify (hd0,0) (Sollte immer hd0,0 sein)


    • chainloader +1 (Nötig für Windows Systeme)



    Mithilfe von map kann man Platten vertauschen:



    • map (hd0) (hd1) (erste Platte wird vertauscht mit der zweiten) bzw.
    • map (hd1) (hd0) (zweite Platte wird mit der ersten vertauscht)




Letzte Aktualisierung ( Saturday, 09 July 2005 )
 
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